Sonntag, 19. Juli 2026

Brotlose Kunst

Er gab sich bescheiden und war es auch,
er musste es sein, denn was er hatte,
war auch schon alles, was es gab,
mehr war einfach nicht zu bekommen,
nicht für Geld und gute Worte.
Also sparte er sich jeden Vers
vom Munde ab, verzichte auf Reime 
und hielt sich beim Rhythmus zurück.
Der einzige Luxus, den er sich leistete,
worauf er nie im Leben verzichtet hätte,
waren Gedanken. Daraus machte er,
notgedrungen, seine Gedichte.

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