Donnerstag, 25. Juni 2026

Recht und Ordnung

Zu Recht verdächtigt man mich,
einer von denen zu sein,
die sich nicht abfinden können
mit dem Bestehenden,
sondern die Verhältnisse
der Menschen zueinander
ändern wollen. Weltverbesserer
nenn man sie verächtlich.
Freiheit, Gerechtigkeit, Schönheit,
ein schonender Umgang
auch mit dem Nichtmenschlichen.
das sind nicht etwa Träume,
sondern knallharte Forderungen,
die nicht verhandelbar sind.
Hirngespinsten hängen hingegen
die an, die immer noch glauben,
Gier, Betrug und Gewalt
könnten Gutes erwirtschaften.
Das wird nie der Fall sein.
Böses nützt nicht einmal den Bösen.
Auch sie gehen daran zu Grunde.
Leider oft erst viel zu spät.
Derweil hilft gegen die Hölle,
auf die alles zusteuern soll,
nur die beherzte Tat 
und mutig das Blaue vom Himmel
zu versprechen. Das mache ich,
das muss ich zugeben.
Insofern stimmt der Verdacht:
Im Sinne der herrschenden Ordnung
bin ich durch und durch schuldig.
Und plädiere, wenn man mich anklagt,
gerade darum auf Freispruch.

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